Badezimmer-Makeover

Wie mache ich aus einem Bad ein Ort des Wohlfühlens mit warmer und wohnlicher Atmospähre? Und wie schaffe ich das mit geschickten Handgriffen, wenn ich nicht wie im Neubau alle Freiheiten bei der Planung habe?

Ein komplett verfliestes Bad. Fliesen in hellem Grau mit einigen brauen Fliesen gemustert. Eine Kunststoffduschkabine. Ein schmaler, langer, lichtdurchfluteter Raum. Und all das in einer Mietwohnung. So die Ausgangslage für das große Badezimmer-Makeover.

Mein Ziel war es, daraus einen Raum zu schaffen, der ganz im nordisch-minimalistischen Stil steht, durch Accessoires in Naturtönen Wärme und Wohnlichkeit schafft und mit wenigen Akzenten zu etwas ganz besonderem wird. Ein Moodboard musste her, um diese Gedanken auch visuell zu übersetzen. Schon hier muss mich die Stimmung, die Komposition der Elemente überzeugen. 

Bevor es an die Umsetzung ging, galt es eine Nuss zu knacken. Was mache ich bloß mit den Fliesen? Alle entfernen? Verputzen? Hinter Rigips verschwinden lassen? Nichs von alledem. Ich habe ein wenig recherchiert und mich von einer ganz anderen Variante überzeugen lassen - Fliesenlack. Nachdem ich den nicht gefliesten Bereich in einem warmen Sandton gemalert habe, ging es mit dem Lack aus dem Baumarkt den Fliesen an den Kragen. Nach zweimaligem Lackieren waren alle Wände strahlend weiß. Die Grundlage war geschaffen.

Jetzt ging es mit der Durschwand weiter. Ich habe mich für eine schwarz umrahmte Glasdurschwand entschieden, die einen schönen Kontrast zu den weiß lackierten Fliesen darstellt. Weitere schwarze Accessoires, wie zwei kleine Regale neben der Dusche und über der Wanne, eine schwarze Toilettenpapierhalterung, eine schwarze Lampe über dem Waschschrank und ein schwarz gerahmter Spiegel greifen das Schwarz immer wieder auf.

Als ein Highlight habe ich mich für wunderschöne Armaturen in Roségold von Steinberg entschieden. Die schlichte Eleganz und der eher kupferfarbene Farbton sind eine schöne Ergänzung zu den weißen und schwarzen Tönen.

Ein weiterer Hingucker ist das Waschbecken vom finnischen Label Woodio. Aus Holz! Das Material verleiht ihm nicht nur eine außergweöhnliche Optik, sondern es hat auch eine besondere Haptik.

Abschließend folgten die Feinheiten, das Dekorieren mit kleinen Accessoires, wie einem Bambuskorb für die Handtücher, einer schlichten Vase für Frischeblumen oder Trockengräser...und fertig war die Verwandlung von der ungeliebten Nasszelle zur Wohlfühloase.

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